Flächenversiegelung runterfahren!

Öffentlichkeitsbeteiligung: Entwurf des Regionalplans sieht 4700ha neue Flächen für Wohn- und Gewerbebauten vor. Das ist viel zu viel!

Beteiligung noch bis 29.Juni unter https://beteiligung-regionalplan.de/vrrn/ möglich

Grund und Boden sind nicht vermehrbar. Schon Mitte der 1980-er Jahre wurde im Baugesetzbuch festgelegt, den Flächenverbrauch zu beschränken. Die Resultate oder Ergebnisse sind ernüchternd, das gesteckte Ziel bis 2020 deutschlandweit nur noch 30 Hektar/Tag zu verbrauchen wurde bei Weitem nicht erreicht und auf 2030 verschoben. Für das Verbandsgebiet der Verbandsregion Rhein-Neckar würde der Flächenverbrauch nach diesen Vorgaben auf 0,47 Hektar/Tag für Siedlung und Verkehr beschränkt sein. Für das Jahr 2050 wird eine Nettonull für den Flächenverbrauch angestrebt.

Im Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2009 gingen in der Metropolregion Rhein-Neckar täglich etwa 0,8 Hektar überwiegend landwirtschaftlich genutzter Fläche für Siedlungszwecke verloren, für Verkehrszwecke zusätzlich täglich etwa 0,3 ha. Eine ungebremste Fortsetzung dieser hohen Flächeninanspruchnahme würde zu einer grundlegenden Gefährdung der natürlichen Lebensgrundlagen führen.

Würde man die Verbrauchszahlen laut den Festlegungen des Baugesetzbuches beschränken, würde dies bedeuten, dass die zusätzlichen Flächen für Wohnen und Gewerbe nur eine Größe von insgesamt 2400 ha haben dürfen.

Der Entwurf für die 1. Änderung des Einheitlichen Regionalplans Rhein-Neckar, Plankapitel 1.4 „Wohnbauflächen“ und 1.5 „Gewerbliche Bauflächen“ weist aber insgesamt eine Fläche für Wohnen und Gewerbe von 4700 ha aus.

Wir beantragen deshalb eine Verringerung der Flächen für Wohnen und Gewerbe der in der 1. Änderung des Einheitlichen Regionalplans Rhein-Neckar genannten Flächen auf die Hälfte auf ca. 2400 ha.

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