Neckargemünder Grüne erweitern Vorstand

Jahreshauptversammlung des Ortsverbandes am 29.11.22 im Neckargemünder Schützenhaus

Bei der Mitgliederversammlung der Neckargemünder Grünen am vergangenen Dienstag standen Neuwahlen des Vorstandes an. Seit zwei Jahren war nun der derzeitige Vorstand mit Peter Kania, Henriette Katzenstein, Stefan Geißler und Petra Groesser (Kasse) im Amt und stellte sich turnusgemäß dem Votum der Mitglieder, wie Versammlungsleiter Peter Kania erläuterte.

Neu in das Gremium wählten die Mitglieder einstimmig Hetti Stoll und Anna Haraldsson, die beide erklärten, in den Grünen die beste Plattform zur Arbeit an ihren jeweiligen politischen Schwerpunkten zu sehen. Bei Anna Haraldsson, promovierter Ingenieurin, sind dies Energie- und Klimafragen, bei Henriette Stoll, Geophysikerin und Unternehmerin, die Themen Wirtschaft  sowie Soziale Gerechtigkeit.

Der neugewählte Vorstand der Neckargemünder Grünen: Anna Haraldsson, Stefan Geißler, Henriette Katzenstein (hinten), Henriette Stoll, Petra Groesser, und Peter Kania (vorne), jeweils v.l.n.r

Zuvor hatte Stefan Geißler einen Rückblick auf die zurückliegende Periode des Vorstands gegeben, gleichermaßen Tätigkeitsnachweis und Bewerbungsrede. Denn alle vier derzeit amtierenden Personen hatten im Vorfeld bereits angekündigt, sich wieder zur Wahl zu stellen.  Grün sei derzeit die sicher sichtbarste und aktivste politische Kraft am Ort, so Geißler. Gekrönt wurde diese Entwicklung unlängst, als die Grünen nach Wechseln im Gemeinderat auch noch die Position der stärksten Gemeinderatsfraktion einnahmen – zum ersten Mal in der Geschichte der Stadt. Die Zusammenarbeit zwischen Ortsverband und Gemeinderatsfraktion sei offen und konstruktiv und dafür sei an dieser Stelle auch den Grünen Ratsmitgliedern ausdrücklich zu danken.

Sichtbare Fußabdrücke hinterließen die Grünen an vielen Stellen in der Stadt: Die Klimakrise nehme hier eine zentrale Stelle ein. Große Kundgebungen zu den regelmäßig stattfindenden Klimaaktionstagen würden in erster Linie von Grün organisiert und hätten zum Ziel, auch hier der Stadt die Notwendigkeit für rasches und konsequentes Handeln zu unterstreichen. Leider sei hier noch viel Luft nach oben: Die Stadt, die unlängst angekündigt hatte, beim Klimaschutz einen Spitzenplatz belegen zu wollen, befinde sich ausweislich aktueller Zahlen bestenfalls im Mittelfeld im Landkreis, der wiederum eher ein Klimaschutznachzügler im Landesvergleich sei – weiter viel zu tun für engagierte Grüne also.

Auch bei anderen Themen seien Grüne stets unter den Anschieber:innen: Zu nennen sei hier z.B. die Ukrainehilfe in Neckargemünd: In der seit dem ersten Tag des russischen Überfalls auf die Ukraine aktiven Gruppe seien weiter Mitglieder auch von Grün engagiert wobei zuallererst Henriette Katzenstein zu nennen sei, die kontinuierlich mit viel Einsatz große und kleine Hilfeleistungen mit ermögliche und koordiniere.

Erfolgreiche Teilnahme an Sportveranstaltungen, die kontinuierliche Medienarbeit, Veranstaltungen im vorpolitischen Raum: Einstimmig gaben die Anwesenden dem Vorstand Entlastung für die engagierte und umfängliche Arbeit der vergangenen 24 Monate. Der Eindruck, die Vielzahl der Aufgaben vertrage gut und gerne die Hinzunahme weiterer Vorstandsmitglieder wurde geteilt und mit der Wahl von Stoll und Haraldsson, orchestriert von Wahlleiter Hermino Katzenstein, umgesetzt.

Im Ausblick auf die nächsten Monate wurde beschlossen insbesondere die Veranstaltungsreihe „Neckargemünder Gespräche“ wieder zu aktivieren, die unter Corona notgedrungen pausieren musste: Bei einem Sonntagsbrunch wurden da regelmäßig interessante Redner:innen zu Vorträgen eingeladen und Raum für ein Schwätzchen mit Kaffee in der Hand findet sich da ebenfalls stets. Mit zahlreichen thematischen Ideen für kommende Veranstaltungen wurde die Wiederaufnahme dieses Formats beschlossen.

Das kommende Jahr 2023 sei (glücklicherweise) mal wieder eines ohne anstehende Wahlkämpfe, was Energien für andere Formen des Engagements freischaffe. Aber „nach der Wahl ist vor der Wahl“, wie Peter Kania anmahnte: Die anstehenden Wahlen 2024 (Gemeinderat und Bürgermeisterwahl) seien nicht mehr allzuweit entfernt und auch hier haben man den Anspruch, den Wählerinnen und Wählern ein attraktives Angebot zu machen. Zum Ende der Veranstaltung wurde Thomas Schwenk, ehemaliger Stadtrat und Ortschaftsrat aus Waldhilsbach und engagierter Mitbetreiber des dortigen Repair-Cafés, für sage und schreibe 27 Jahre Mitgliedschaft bei den Grünen geehrt.

Für langjährige Mitgliedschaft und aktives Wirken als Stadtrat und Ortschaftsrat
wurde Thomas Schwenk geehrt und mit einer Flasche Wein bedacht.

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