Neckargemünder Jugend wird politisch aktiver

Ein Jugendgemeinderat für Neckargemünd!

Seitdem von Grüner Seiter im September ein nachhaltiger Vorstoß Richtung Jugendbeteiligung an der Kommunalpolitik gemacht wurde, ist einiges passiert:

Durch die rückläufigen Fragebögen, die in den drei Neckargemünder Schulen (Klasse 8-K1) verteilt wurden, hatte sich ein klares Votum für mehr Jugendbeteiligung ausgesprochen, dazu hatten rund 25 Jugendliche ihre Bereitschaft signalisiert, sich aktiv in einem Jugendgremium oder – zukünftigen – Jugendgemeinderat zu engagieren.

Symbolbild: Viele Jugendliche möchten in unserer Demokratie mitmachen statt nur zuzuschauen.

Dieses vielversprechende Zeichen wurde fraktionsübergreifend aufgenommen, um das Anliegen Bürgermeister Frank Volk in einem persönlichen Gespräch anzutragen.

Die Stadt, so Volk, nehme sich der Sache natürlich gerne an, im Moment fehle aber noch eine Person in der Stadtverwaltung, die mit der Einrichtung eines solchen Gremiums betraut werden könne. Ab Februar soll es diese Person dann geben, die allerdings eine gewisse Einarbeitungszeit benötige. Die Stadt werde voraussichtlich Anfang des Jahres die namentlich bekannten, interessierten Jugendlichen zu einem umfänglichen Info-Tag einladen.

Um die Motivation der jungen Leute bis dahin nicht verpuffen zu lassen, traf sich Mitte Dezember eine Gruppe von 5 Fraktionsvertretern (Grüne, SPD, CDU, Freie Wähler) mit 12 Schülerinnen und Schülern, um diesen die der Fragebogen-Aktion folgenden Schritte zu vermitteln, und ihnen Rede und Antwort zu stehen.

Besonders wichtig war den Stadträtinnen und Stadträten dabei, alle parteipolitischen Tendenzen außen vor zu lassen und lediglich als Verbindungsglieder zum Gemeinderat aufzutreten.

Beide Seiten – Schüler und Lokalpolitik – hatten nach dem einstündigen Kennenlern-Treffen das gute Gefühl, dass es mit der Beteiligung der jungen Generation an kommunalpolitischen Entscheidungsprozessen vorangeht: Die Jugendlichen wollen sich bis zum nächsten Treffen zu Fragen der Satzung, eines geeigneten Wahlverfahrens etc. kundig machen, die Ratsmitglieder versprachen, bei den anstehenden Haushaltsdebatten für ein anfängliches Budget zu kämpfen.

Von Politikverdrossenheit keine Spur – diese Chance sollte Neckargemünd für die Zukunft nutzen.

Ilka Schlüchtermann

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