Die Energiepioniere im Hunsrück: Einnahmen rauf, CO2 runter!

Delegation aus dem Rhein-Neckar-Kreis informiert sich über die Energiewende im Hunsrück

Eine 15-köpfige Delegation aus dem Kreistag und der Kreistagsverwaltung nahm am vergangenen Samstag die Gelegenheit wahr, sich anlässlich eines Informationstages den Stand der Energiewende im Rhein-Hunsrück-Kreis näher anzusehen. Bis auf den letzten Platz besetzt war der Saal im Gemeindezentrum in Külz als die Veranstalter mit ihrem Vortragsprogramm begannen:  Routiniert berichten die Bürgermeister der Orte Neuerkirch und Külz, Volker Wichter und Bernd Ries sowie der Klimamanager des Rhein-Hunsrück-Kreises Frank-Michael Uhle von den Anfängen des Projekts und den inzwischen deutlich sichtbaren Erfolgen.

Rechts das Holzhackschnitzelheizwerk, im Hintergrund das Solarthermiefeld: Die Leute in Külz und Neuerdorf im Hunsrück haben ihre Hausaufgaben gemacht.
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Rechtsextremer Terror in Hanau

Wir sind fassungslos über die Taten von Hanau und unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen.

Nach dem derzeitigen Stand gehen die Behörden von einer rassistisch motivierten Tat aus, die daher ein Angriff war, der nicht nur gegen die Opfer von Hanau gerichtet war, sondern der allen Menschen mit Migrationshintergrund oder mit anderer Hautfarbe galt. Auch ihnen gelten daher unsere Gedanken. Wir möchten ausdrücken, dass wir an ihrer Seite stehen und dass wir nicht zulassen werden, dass ein friedliches Zusammenleben in diesem Land durch rassistische Gewalttäter unmöglich gemacht wird.

Beim schlimmsten terroristischen Anschlag in Deutschland seit Jahrzehnten
starben in der Nacht auf Freitag in Hanau 10 Menschen. (Foto: Michael Schwarzenberger auf pixabay -CC)

Augen auf: Die Undemokraten sind da!

Rhein-Neckar Kreisräte informieren sich über die AfD

Nicht erst seit den jüngsten Entwicklungen in Thüringen wird klar, dass sich mit der AfD eine Partei anschickt, systematisch und durchaus mit einigem Erfolg unsere Demokratie anzugreifen und zu verändern. In der AfD sind Personen an die Spitze gelangt, nicht obwohl, sondern gerade weil sie eine große Nähe zu rechtsextremen Positionen zeigen. Viele Beobachter fühlen sich an die Entwicklungen der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts erinnert, als die Demokraten der jungen, schwachen Weimarer Republik zu lange dem Aufstieg der Rechten tatenlos zugesehen haben. „Augen auf!“ muss daher das Gebot der Stunde sein.

Im Kreistag des Rhein-Neckar-Kreises gibt es seit der letzten Wahl ebenfalls eine AfD-Fraktion. Die Strategie dieser Abgeordneten kann man zunächst gut mit dem Begriff der Selbstverharmlosung beschreiben: Verbindlich und freundlich im Umgang, meist korrekt und stets bemüht, jede erreichbare Hand zu schütteln, zu lächeln und bei jedem freundlichen Plausch nach den Sitzungen dabei zu sein. Und die Gefahr besteht, dass diese Strategie verfängt und sich so manche und mancher aus den demokratischen Fraktionen denkt, „naja, was soll denn an denen so schlimm sein? Das sind doch eigentlich recht aufgeräumte Leute“ und darüber die eigentlichen Überzeugungen und Ziele dieser Personen aus dem Blick geraten.  

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Neckargemünder Jugend wird politisch aktiver

Ein Jugendgemeinderat für Neckargemünd!

Seitdem von Grüner Seiter im September ein nachhaltiger Vorstoß Richtung Jugendbeteiligung an der Kommunalpolitik gemacht wurde, ist einiges passiert:

Durch die rückläufigen Fragebögen, die in den drei Neckargemünder Schulen (Klasse 8-K1) verteilt wurden, hatte sich ein klares Votum für mehr Jugendbeteiligung ausgesprochen, dazu hatten rund 25 Jugendliche ihre Bereitschaft signalisiert, sich aktiv in einem Jugendgremium oder – zukünftigen – Jugendgemeinderat zu engagieren.

Symbolbild: Viele Jugendliche möchten in unserer Demokratie mitmachen statt nur zuzuschauen.

Dieses vielversprechende Zeichen wurde fraktionsübergreifend aufgenommen, um das Anliegen Bürgermeister Frank Volk in einem persönlichen Gespräch anzutragen.

Die Stadt, so Volk, nehme sich der Sache natürlich gerne an, im Moment fehle aber noch eine Person in der Stadtverwaltung, die mit der Einrichtung eines solchen Gremiums betraut werden könne. Ab Februar soll es diese Person dann geben, die allerdings eine gewisse Einarbeitungszeit benötige. Die Stadt werde voraussichtlich Anfang des Jahres die namentlich bekannten, interessierten Jugendlichen zu einem umfänglichen Info-Tag einladen.

Um die Motivation der jungen Leute bis dahin nicht verpuffen zu lassen, traf sich Mitte Dezember eine Gruppe von 5 Fraktionsvertretern (Grüne, SPD, CDU, Freie Wähler) mit 12 Schülerinnen und Schülern, um diesen die der Fragebogen-Aktion folgenden Schritte zu vermitteln, und ihnen Rede und Antwort zu stehen.

Besonders wichtig war den Stadträtinnen und Stadträten dabei, alle parteipolitischen Tendenzen außen vor zu lassen und lediglich als Verbindungsglieder zum Gemeinderat aufzutreten.

Beide Seiten – Schüler und Lokalpolitik – hatten nach dem einstündigen Kennenlern-Treffen das gute Gefühl, dass es mit der Beteiligung der jungen Generation an kommunalpolitischen Entscheidungsprozessen vorangeht: Die Jugendlichen wollen sich bis zum nächsten Treffen zu Fragen der Satzung, eines geeigneten Wahlverfahrens etc. kundig machen, die Ratsmitglieder versprachen, bei den anstehenden Haushaltsdebatten für ein anfängliches Budget zu kämpfen.

Von Politikverdrossenheit keine Spur – diese Chance sollte Neckargemünd für die Zukunft nutzen.

Ilka Schlüchtermann

„Neckargemünd klimaneutral machen!“

GlobalStrikeForClimate-Aktionstag in Neckargemünd

Am Freitag 29.11. um 13:30 Uhr fand wieder weltweit ein Aktionstag zum Klima statt und wieder wollten wir sicherstellen, dass sich auch in Neckargemünd was tut. Nach dem großen Erfolg mit ca 500 Teilnehmern im September, war diesmal eine etwas andere Aktion geplant: Wir hatten ein großes Spruchband mit dem Motto „Neckargemünd klimaneutral machen!“ vorbereitet und mit den Anwesenden am Neckarufer entrollt. Vor der Kulisse der Altstadt gab das schöne Bilder, die unter anderem sicher mit dazu beitrugen, dass die Aktion auch in der Presse prominent widergegeben wurde.

Da muss die Reise hingehen: „Neckargemünd klimaneutral!“, Foto Sabine Hebbelmann

Ca 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren gekommen, um auszudrücken, dass die Veränderungen beim Klima und die Unwilligkeit der Politik darauf angemessen zu reagieren, nicht nur den Jugendlichen bei Fridays For Future Sorgen machen, sondern auch dem Rest der Bevölkerung.

Stefan Geißler wies in seiner Ansprache darauf hin, dass gerade eben erst das EU-Parlament den Klimanotstand erklärt habe – wenn auf eine solche Erklärung nun auch entsprechende Maßnahmen folgten, dann mache ein solcher Schritt Sinn. Hier in Neckargemünd dagegen sei noch nicht so viel Bewegung: Während im ganzen Land Konsens über die Notwendigkeit des Ausbaus der Erneuerbaren Energien herrsche, habe man in der Neckargemünder Altstadt Photovoltaikanlagen aus ästhetischen Gründen einfach verboten!

Auch diese Teilnehmerin sorgt sich um das Klima der Zukunft, Foto: Sabine Hebbelmann

Nachdem ausreichend Fotos gemacht und Schwätzchen gehalten worden waren, konnte die Versammlung nach 45min auch wieder aufgelöst werden – nicht ohne das Versprechen, dass wir uns auch für den nächsten Klimaaktionstag in ca 2-3 Monaten wieder etwas einfallen lassen werden. Unser Dank geht an die Offiziellen bem Kreis, bei der Stadt und der Polizei, die in gewohnt professioneller Manier die Kundgebung genehmigt und begleitet haben. Nachdem es in den Tagen vorab in den Sozialen Medien auch Unmut über die Begleitungstände (Notwendigkeit für die Dauer der Veranstaltung Parkplätze am Neckarlauer zu sperren) gegeben hatte, wollen wir nochmal klar machen: Wir hoffen, die Sperrung hat für niemanden übergroße Behinderungen verursacht. Aber ganz ohne geht es halt nicht, wenn im Öffentlichen Raum eine solche Versammlung abgehalten wird. Danke für das entsprechende Verständnis und insbesondere danke an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Und was die Durchführung angeht: Wenn eine Sache gut geklappt hat, haben meist sehr viele beigetragen, aber besonderen Dank gibt es für Ilka Schlüchtermann, die ständig konstruktiv mit anpackt, wenn wir aktiv werden!

Alles ohne Kohle und Öl!

Peter Kania skizziert bei den „Neckargemünder Gesprächen“ eine Energieversorgung ohne fossile Brennstoffe

Ein wahres Feuerwerk an Fakten rund um unser heutiges und unser zukünftiges Energiesystem hatte Peter Kania am Sonntag dem 10.11. bei den Neckargemünder Gesprächen der örtlichen Grünen im Jakobssalon in der Neckargemünder Altstadt abgebrannt. Folie um Folie wurde den Besucherinnen und Besuchern klarer, hier weiß jemand wovon er spricht: Eine Energieversorgung mit erneuerbaren Energien, die auf fossile Brennstoffe verzichtet, ist nicht nur dringend geboten, sondern auch machbar.

Peter Kania bei seinem Vortrag im Jakobssalon
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Energiewende: Alles ohne Kohle und Öl

Vortrag von Dr. Peter Kania bei den „Neckargemünder Gesprächen“, Sonntag 10.Nov, 11:00 Uhr im „Jakobssalon“, Jakobsgasse 4 in der Neckargemünder Altstadt

Klimaschutz bedeutet unter anderem eine Energiewirtschaft ohne fossile Energieträger. Um das 1,5 Grad Ziel des Internationalen Klimarates IPCC zu erreichen, ist die vollständige Energieversorgung aus regenerativen Quellen erforderlich. 2019 haben sich am Strommarkt interessante Vorkommnisse ereignet, die beispielhaft dargestellt werden. Was können wir heute schon über die weitere Entwicklung sagen?

Auch wir Verbraucher können weiterhin mit der Verwendung Erneuerbarer Energien in unserem Bereich eine große Wirkung erzielen. Wie kann es mit Elektromobilität, Pelletheizungen, Wärmepumpen, Stromspeichern etc. weitergehen?

Die Neckargemünder Gespräche finden stets als Brunch statt, bei dem für Interessierte die Möglichkeit besteht, bei Kaffee und Brötchen und interessanten Vorträgen ins Gespräch zu kommen. Kleine Beiträge zum Büffet werden nicht zurückgewiesen.