Wir können alle stolz auf diese Jugend sein!

Bei den „Fridays for Future“-Demonstrationen machen weltweit junge Leute Dampf für mehr Klimaschutz!

Zehntausende von jungen Leuten haben auch an diesem Freitag wieder weltweit dafür demonstriert, dass die Entscheidungsträger endlich den Klimaschutz ernst nehmen müssen. Wir können alle stolz sein auf diese Jugendlichen

Foto: Mike Schmidt auf Flickr (CC)

„2050 werde ich erst 46 alt sein!“, so stand es auf dem Plakat eines jungen Teilnehmers, der damit ausdrückt, dass er befürchtet, einen Großteil seines Lebens in einer immer weniger lebenswerten Welt zu verbingen, während die Ministerinnen und Minister, die Vorstände und Eliten von heute sich lange verabschiedet haben.

Anregungen, dieses essentielle Thema doch lieber „den Profis“ zu überlassen, oder wegen der Schulpflicht oder der Gefahr, bei einer Demo mangels Versicherung zu Schaden zu kommen, lassen uns den Kopf schütteln und wirken angesichts des Ernstes und der Dringlichkeit des Anliegens der Schülerinnen und Schüler deplatziert. Ob Frau Karliczek, Herrn Altmeier und Herrn Lindner, von denen diese Beiträge kamen, klar ist, dass die meisten Teilnehmer in zwei-drei Jahren ebenfalls wählen werden und sich sicher daran erinnern werden, wer ihnen heute den Sachverstand abspricht und sich über ihre Sorgen hinwegsetzt?

Wir wünschen den „Fridays for Future“-Veranstaltungen viel Erfolg und dass immer mehr Menschen, jung und alt, deutlich machen, was die wirklich wichtigen Themen unsere Zeit sind, und dass Aufschieben und Beschwichtigen nicht mehr hingenommen werden können.

8. April: öffentliche Sitzung des Arbeitskreis Barrierefreiheit in Neckargemünd

Im Arbeitskreis „Barrierefreiheit“ arbeiten laut der Homepage der Stadt „Schüler und Lehrer der Erich-Kästner-Schule, des SBBZ Luise von Baden, der Stephen-Hawking-Schule und dem Berufsbildungswerk der SRH vertreten, Mitarbeiter*innen des Ortsverbandes des VdK, des Kreisseniorenrates, der Tourist-Information und des Stadtmarketings von Neckargemünd sowie interessierte Bürger“ zusammen. Die Initiative ist prima, das Projekt „Auszeichnung von hindernisfrei zugänglichen Betrieben“ (durch das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg gefördert) begrüßenswert. Auszeichnungen von Betrieben sind aber nicht ausreichend. Wir Grünen wünschen uns darüber hinaus einen Plan, der die hügelige Anlage der Stadt als Herausforderung berücksichtigt und aktiv um die Teilnahme von Menschen mit Einschränkungen oder Behinderungen am städtischen Leben wirbt. Die nächste Sitzung des Arbeitskreises findet am 8. April um 18 Uhr in der SRH statt und ist öffentlich. Wir werben mit um Teilnahme und Ideen. Mehr Informationen beim Stadtmarketing Neckargemünd, Frau Petra Holzer, Tel. 804-222.

Neue Köpfe und alte Bekannte

Neckargemünder Grüne mit frischem Wind bei der Kandidatenaufstellung

Mit zwei jungen Vorschlägen an der Spitze gehen die Neckargemünder Grünen in die Kommunalwahlen im Mai. Die Versammlung am vergangenen Mittwoch wählte die Chemikerin Nele Welter und den Architekten Felix Konrad als einstimmig an die Spitze ihrer Liste. Zu Beginn der von viel Aufbruchstimmung geprägten Veranstaltung hatte Stadtrat Hermino Katzenstein im Namen der Fraktion erklärt, dass die Grünen damit ganz ausdrücklich die personelle Erneuerung fördern und für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Neulingen und langjährigen Räten sorgen wollten. Auf den Plätzen hinter dem Spitzenduo folgten die derzeitige Fraktionsvorsitzende Petra Groesser, Hermino Katzenstein, der neben seinem Mandat im Gemeinderat auch im Stuttgarter Landtag sitzt, die Pädagogin Selina Zoe-Weber, mit 28 Jahren die jüngste Kandidatin des Abends, und das Grüne Urgestein Thomas Schmitz, der bereits vor gut dreißig Jahren in den Rat der Stadt einzog.

„Hauptsache, es knallt!“ Mit einer gut gelaunten Spitzenmannschaft gehen die Neckargemünder Grünen in die Kommunalwahlen.

Und nicht nur die ersten sechs Plätze wurden stark besetzt. Insgesamt finden sich auf der Liste neben langjährig erfahrenen Stadträt*innen  zahlreiche hoch kompetente und aktive neue Personen. Ein breites Kompetenzprofil zeichnet die Liste aus: Vertiefte Klimaschutz-, Energie- und Energiewende-Wissen, Kenntnisse in Architektur und Gebäudemanagement, langjährige Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, kulturelle und musische Ausbildungen sind vertreten. (mehr …)

Erster freier WLAN Hotspot am Marktplatz

Grüne Initiative für mehr freies WLAN im öffentlichen Raum

Werner Höhl und Peter Kania freuen sich über die neue Freifunk-WLAN-Versorgung für den Neckargemünder Marktplatz.

Na also, geht doch: Seit kurzem gibt es auf dem Neckargemünder Marktplatz freies WLAN. Die Neckargemünder Grünen haben mit einem gut positionierten Freifunk-Router dafür gesorgt, dass im Herzen der Stadt nun schnelles Internet verfügbar ist.

Vor kurzem hatten die Grünen öffentlich nach Privatleuten gesucht, die sich dazu bereit erklären, ein solches Gerät bei sich aufzustellen. Marktplatzanwohner Werner Höhl hatte sich umgehend gemeldet: Seine Fenster überblicken den gesamten Platz, ein Internetanschluss im Haus ist vorhanden. Ideale Voraussetzungen! Das Grüne Digitalisierungs-Team Peter Kania und Stefan Geißler hatte einen Freifunk-Router mitgebracht und innerhalb von 30 min war das Gerät angeschlossen und die Verbindung stand. (mehr …)

Grünes Ortschaftstreffen Dilsberg und Mückenloch, Freitag 25.1., 19:00 Gasthof Sonne

Die Neckargemünder Grünen laden herzlich ein zum Ortschaftstreffen auf dem Dilsberg in den Gasthof Sonne, Feste Ilsberg Obere Straße 14. In der Vorbereitung der Kommunalwahlen in Baden-Württemberg am 26. Mai 2019 soll eine Möglichkeit zum Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern angeboten werden, damit spezielle Dilsberger und Mückenlocher Themen angemessen in die Planung der Lokalpolitik einfließen können. Die Fraktionsvorsitzende der Neckargemünder Grünen Petra Groesser wird außerdem einen kurzen Überblick über im Gemeinderat anstehende Themen geben, die insbesondere für die Ortsteile von Bedeutung sind.

Festung Dilsberg (Foto: CC-BY)

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Twitter, Facebook und Alternativen – ein Kommentar

Alle Welt meint gerade auf Robert Habeck herumhacken zu müssen, sogar er selbst überzieht sich mit – überzogener – Kritik. Erstens habe er einen dämlichen Fehler gemacht, ja stimmt, aber guckt euch das Video mal an, in dem er über die Thüringer Wahl spricht (er sagte, er hoffe, das Thüringen ein demokratisches, offenes, ökologisches Land „wird“ – es hätte aber heißen sollen „bleibt“). Ja, das war ein sprachlicher Schnitzer, ein dämlicher Schnitzer vor einer Wahl, der ihm aufs Brot geschmiert wird und es ehrt ihn, dass er keine Ausflüchte sucht. Aber eine undemokratische Haltung, Arroganz und Besserwisserei kann ich in diesem Video nicht erkennen.

Interessant aber – und nicht dämlich – dass Robert nun konsequent seine Twitter und Facebook-Accounts löscht. Dafür hat er ebensoviel Kritik geerntet wie für das Video selbst. Vielleicht spielt in die scharfzügige Zurückweisung von Kolleg*innen anderer Parteien ja hinein, dass diese lieber nicht darüber nachdenken wollen, wie zwanghaft viele Politiker*innen meinen, ständig selbstdarstellerische Posts abzugeben: Unkonzentriertheit, Ablenkung, Oberflächlichkeit, Selbstverliebheit werden von diesen Social Media jedenfalls massiv gefördert, wenn die Damen und Herren bei jeder Gelegenheit, jedem Meeting, jeder Diskussion unter und über dem Tisch ihre Posts absetzen und die Likes kontrollieren (uff – diesmal waren es 386 in 20 Minuten – na super!).

Natürlich haben Twitter und Facebook auch was für sich – aber eben auch viele Nachteile. Die eigentlich interessante Frage, die Robert nun aufwirft, ist die, ob wir dem Twittern und Posten etwas entgegen zu setzen haben. Ist ein Politiker „politisch erledigt“, nur weil er sich nicht über die sozialen Medien verkauft? Die Frage ist nicht beantwortet. Wir sollten Robert Habeck dabei unterstützen, Alternativen zu erproben und im Gespräch zu sein auch ohne Twitter und Facebook. Ein wirklich spannendes Experiment, – mit ungewissem Ausgang. Lieber Robert, ich wünsche dir viel Glück und Erfolg dabei.