Mahlzeit

Die Gastronomie in Neckargemünd braucht unser aller Hilfe – und unseren Appetit!

Die Beschränkungen während der Corona-Krise betreffen die Menschen in Deutschland unterschiedlich stark: Während manche mit keinen oder geringen Einbußen durch diese Phase kommen, sind andere neben aller Sorge um die eigene Gesundheit und die ihrer Familien und Freunde auch ökonomisch schwer getroffen. Zu diesen Gruppen gehört sicher ganz die Gastronomie, die durch die derzeit geltenden Regeln fast auf Null herunterfahren musste. Restaurants und Kneipen sind geschlossen, Existenzen und Jobs sind gefährdet und längst nicht alles kann durch die rasch eingeführten Rettungsmaßnahmen von Land und Bund aufgefangen werden.

Hier aber können wir alle, kann die ganze Bevölkerung unterstützen und eingreifen:

  • Öfter mal Mahlzeiten zum Mitnehmen ordern
  • Nach Aufheben der Beschränkungen: Mal wieder Essen gehen
  • Bis dahin: Jetzt schon Gutscheine kaufen für die Zeit danach

Voraussichtlich noch im Mai werden die Restaurants und Kneipen wieder öffnen dürfen – aber dann verständlicherweise nur unter Auflagen: So werden Tische freibleiben müssen um den nötigen Abstand zu wahren. Zudem gilt in der Gastronomie schlicht, dass einmal verlorener Umsatz kaum nachgeholt werden kann. Wer im März einen Schrank kaufen wollte und es wegen der Krise verschoben hat, kauft diesen Schrank halt jetzt, aber eine Mahlzeit, die im März nicht bestellt wurde, ist einfach verloren.

Wir können der Gastronomie hier einfach helfen – und uns dabei noch etwas Gutes tun. Lasst uns schauen, dass in den Zeiten der Krise nicht allein Netflix gute Umsätze macht, sondern denken wir auch an die Neckargemünder Wirtinnen und Wirte und alle in der Gastronomie Beschäftigten.

Tipp für Take Aways: Um Berge von Abfall zu vermeiden: Da wo es möglich ist Mehrwegschüsseln verwenden! Einfach sauber mitbringen und etwas früher kommen. Auch für die Gastwirt*innen gibt es günstige Lösungen dafür: Das Geschirr kann verkauft oder vermietet werden – beim nächsten Essen einfach wieder mitbringen.

Bei allem gilt stets: Umsichtig bleiben, Maske tragen, Abstand halten. Aktuelle Informationen finden Sie stets auf den Seiten der Stadt Neckargemünd (www.neckargemuend.de) und des Robert-Koch-Instituts (www.rki.de). Bleiben Sie gesund und Guten Appetit.

Der „52GW Deckel“ bei der Solarenergie muss weg!

Deutschland verspricht die Unternehmen in der Coronakrise zu stützen – schnürt den Erneuerbaren Energien jedoch weiter die Luft ab.

Stefan Geißler – 4.5.2020

Derzeit plant Deutschland Förderungen von ungeahntem Ausmaß, um Unternehmen durch die Coronakrise hindurch zu stützen. Dreistellige Milliardensummen werden bereitgestellt und Bundeswirtschaftsminister Altmeier (CDU) versichert, kein gesundes Unternehmen werde von der Bundesregierung fallen gelassen. 

Und während die Idee breite Zustimmung findet, dass diese Maßnahmen insbesondere zukunftsträchtigen Wirtschaftszweigen zugutekommen müssen, scheint dies ausgerechnet für die Erneuerbaren Energien nicht zu gelten; im Gegenteil: deren Chancen werden durch willkürliche und fatale Regelungen künstlich beschnitten. 

„Der PV-Deckel muss weg“, denn gekettet an unsinnige Blockaden wird der Kampf gegen den Klimawandel schwer. Zeichnung © Michael Hüter.

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Die Energiepioniere im Hunsrück: Einnahmen rauf, CO2 runter!

Delegation aus dem Rhein-Neckar-Kreis informiert sich über die Energiewende im Hunsrück

Eine 15-köpfige Delegation aus dem Kreistag und der Kreistagsverwaltung nahm am vergangenen Samstag die Gelegenheit wahr, sich anlässlich eines Informationstages den Stand der Energiewende im Rhein-Hunsrück-Kreis näher anzusehen. Bis auf den letzten Platz besetzt war der Saal im Gemeindezentrum in Külz als die Veranstalter mit ihrem Vortragsprogramm begannen:  Routiniert berichten die Bürgermeister der Orte Neuerkirch und Külz, Volker Wichter und Bernd Ries sowie der Klimamanager des Rhein-Hunsrück-Kreises Frank-Michael Uhle von den Anfängen des Projekts und den inzwischen deutlich sichtbaren Erfolgen.

Rechts das Holzhackschnitzelheizwerk, im Hintergrund das Solarthermiefeld: Die Leute in Külz und Neuerdorf im Hunsrück haben ihre Hausaufgaben gemacht.
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Rechtsextremer Terror in Hanau

Wir sind fassungslos über die Taten von Hanau und unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen.

Nach dem derzeitigen Stand gehen die Behörden von einer rassistisch motivierten Tat aus, die daher ein Angriff war, der nicht nur gegen die Opfer von Hanau gerichtet war, sondern der allen Menschen mit Migrationshintergrund oder mit anderer Hautfarbe galt. Auch ihnen gelten daher unsere Gedanken. Wir möchten ausdrücken, dass wir an ihrer Seite stehen und dass wir nicht zulassen werden, dass ein friedliches Zusammenleben in diesem Land durch rassistische Gewalttäter unmöglich gemacht wird.

Beim schlimmsten terroristischen Anschlag in Deutschland seit Jahrzehnten
starben in der Nacht auf Freitag in Hanau 10 Menschen. (Foto: Michael Schwarzenberger auf pixabay -CC)

Augen auf: Die Undemokraten sind da!

Rhein-Neckar Kreisräte informieren sich über die AfD

Nicht erst seit den jüngsten Entwicklungen in Thüringen wird klar, dass sich mit der AfD eine Partei anschickt, systematisch und durchaus mit einigem Erfolg unsere Demokratie anzugreifen und zu verändern. In der AfD sind Personen an die Spitze gelangt, nicht obwohl, sondern gerade weil sie eine große Nähe zu rechtsextremen Positionen zeigen. Viele Beobachter fühlen sich an die Entwicklungen der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts erinnert, als die Demokraten der jungen, schwachen Weimarer Republik zu lange dem Aufstieg der Rechten tatenlos zugesehen haben. „Augen auf!“ muss daher das Gebot der Stunde sein.

Im Kreistag des Rhein-Neckar-Kreises gibt es seit der letzten Wahl ebenfalls eine AfD-Fraktion. Die Strategie dieser Abgeordneten kann man zunächst gut mit dem Begriff der Selbstverharmlosung beschreiben: Verbindlich und freundlich im Umgang, meist korrekt und stets bemüht, jede erreichbare Hand zu schütteln, zu lächeln und bei jedem freundlichen Plausch nach den Sitzungen dabei zu sein. Und die Gefahr besteht, dass diese Strategie verfängt und sich so manche und mancher aus den demokratischen Fraktionen denkt, „naja, was soll denn an denen so schlimm sein? Das sind doch eigentlich recht aufgeräumte Leute“ und darüber die eigentlichen Überzeugungen und Ziele dieser Personen aus dem Blick geraten.  

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Neckargemünder Jugend wird politisch aktiver

Ein Jugendgemeinderat für Neckargemünd!

Seitdem von Grüner Seiter im September ein nachhaltiger Vorstoß Richtung Jugendbeteiligung an der Kommunalpolitik gemacht wurde, ist einiges passiert:

Durch die rückläufigen Fragebögen, die in den drei Neckargemünder Schulen (Klasse 8-K1) verteilt wurden, hatte sich ein klares Votum für mehr Jugendbeteiligung ausgesprochen, dazu hatten rund 25 Jugendliche ihre Bereitschaft signalisiert, sich aktiv in einem Jugendgremium oder – zukünftigen – Jugendgemeinderat zu engagieren.

Symbolbild: Viele Jugendliche möchten in unserer Demokratie mitmachen statt nur zuzuschauen.

Dieses vielversprechende Zeichen wurde fraktionsübergreifend aufgenommen, um das Anliegen Bürgermeister Frank Volk in einem persönlichen Gespräch anzutragen.

Die Stadt, so Volk, nehme sich der Sache natürlich gerne an, im Moment fehle aber noch eine Person in der Stadtverwaltung, die mit der Einrichtung eines solchen Gremiums betraut werden könne. Ab Februar soll es diese Person dann geben, die allerdings eine gewisse Einarbeitungszeit benötige. Die Stadt werde voraussichtlich Anfang des Jahres die namentlich bekannten, interessierten Jugendlichen zu einem umfänglichen Info-Tag einladen.

Um die Motivation der jungen Leute bis dahin nicht verpuffen zu lassen, traf sich Mitte Dezember eine Gruppe von 5 Fraktionsvertretern (Grüne, SPD, CDU, Freie Wähler) mit 12 Schülerinnen und Schülern, um diesen die der Fragebogen-Aktion folgenden Schritte zu vermitteln, und ihnen Rede und Antwort zu stehen.

Besonders wichtig war den Stadträtinnen und Stadträten dabei, alle parteipolitischen Tendenzen außen vor zu lassen und lediglich als Verbindungsglieder zum Gemeinderat aufzutreten.

Beide Seiten – Schüler und Lokalpolitik – hatten nach dem einstündigen Kennenlern-Treffen das gute Gefühl, dass es mit der Beteiligung der jungen Generation an kommunalpolitischen Entscheidungsprozessen vorangeht: Die Jugendlichen wollen sich bis zum nächsten Treffen zu Fragen der Satzung, eines geeigneten Wahlverfahrens etc. kundig machen, die Ratsmitglieder versprachen, bei den anstehenden Haushaltsdebatten für ein anfängliches Budget zu kämpfen.

Von Politikverdrossenheit keine Spur – diese Chance sollte Neckargemünd für die Zukunft nutzen.

Ilka Schlüchtermann